Die Gründung, Etablierung und Weiterentwicklung des ZLH ist Ausdruck verschiedener Entwicklungsstränge. Dazu gehören u.a. der Bologna-Prozess sowie die dadurch ausgelöste Reform der deutschen Hochschulen, die Ergebnisse der Diskussionen zur Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung in Deutschland sowie insbesondere die Arbeiten und Erkenntnisse der Institutionen der Lehrerbildung in Hamburg. Die wichtigsten Eckpunkte werden deshalb in Kurzform chronologisch dargestellt.
Die Reform der Lehrerbildung in Hamburg begann mit der Arbeit der Hamburger Kommission Lehrerbildung. Ziel war die Reform der Lehrerausbildung - der Bologna-Prozess stand zu dem Zeitpunkt noch nicht im Mittelpunkt. Er wurde im Juni 2003 in die Reform mit aufgenommen.
- Juni 1999: Bologna-Erklärung, Beginn des Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums
- 1999-2000: Arbeit der Hamburger Kommission Lehrerbildung: Grundlagen für die Reform der grundständigen Lehrerausbildung
- April 2001: Beschluss des Senats zur Reform der Lehrerausbildung, Gründung der Geschäftsstelle Reform der Lehrerbildung beim Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Etablierung der Sozietäten, Konstituierung der Lenkungsgruppe Lehrerbildung, Beginn der Entwicklung der Kerncurricula
- April 2002: Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft zur Reform der Lehrerausbildung; Weiterführung und Vertiefung der Reformbemühungen, Einrichtung der Projektgruppe Reform der Lehrerbildung
- August 2002: Einführung der (freiwilligen) Berufseingangsphase
- Dezember 2002: Vorlage der Entwürfe für die Kerncurricula des Vorbereitungsdienstes
- Januar 2003: Workshop zu Praktika in der ersten Phase der Lehramtsausbildung
- Juni 2003: Senatsbeschluss zur Weiterentwicklung der Hamburger Hochschulen; Bekenntnis zur Fortsetzung der Reform der Lehrerbildung und zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen für die Lehrerausbildung.
- August 2003: Beginn der Erprobungsphase der Kerncurricula des Vorbereitungsdienstes
- September 2003: Vorlage der Kerncurricula der Hochschulen für die Lehrerausbildung
- Januar 2004: Verkürzung des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt Primarstufe und Sekundarstufe I von 24 auf 18 Monate
- März 2004: Stellungnahme zu den Entwürfen für Kerncurriculafür für die Lehrerausbildung durch Prof. Dr. Ewald Terhart, Universität Münster
- Juni 2004: Workshops zur Weiterentwicklung der Kerncurricula der Ersten und Zweiten Phase sowie des Vorbereitungsdienstes, Diskussion über den Bologna-Prozess und die Auswirkungen auf die Lehramtsausbildung; Huber-Gutachten zur institutionellen Anbindung der Fachdidaktiken an die Erziehungswissenschaft
- Dezember 2004: Beschluss der KMK über Standards in der Lehrerbildung: Bildungswissenschaften
- Juni 2006: Gründung des ZLH, Überführung der Aufgaben der Lenkungsgruppe Lehrerbildung sowie der Projektgruppe Reform der Lehrerbildung in das ZLH
- November 2006: Vorlage des Evaluationsberichts der Erprobung der Kerncurricula für den Vorbereitungsdienst durch Prof. Dr. Eva Arnold, Universität Hamburg
- Mai 2008: Zukünftige Schwerpunkte der Bildungspolitik und der Lehrerausbildung in Hamburg im Koalitionsvertrag zwischen der Grün-Alternativen Liste (GAL) und der CDU für die 19. Legislaturperiode, nachzulesen hier.
- November 2008: Veröffentlichung der “Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und die Fachdidaktiken in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung” von der Kultusministerkonferenz (KMK-Standards).
- April 2009: Veröffentlichung des Evaluationsberichtes und des Rechenschaftsberichtes des ZLH.
Reformarbeit seit 2007
Vorbereitungen auf die Einführung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge im Lehramt, dazu gehören u.a. gemeinsame Erarbeitung von Prüfungsordnung, Modulbeschreibungen, Kompetenzprofilen, etc. durch alle beteiligten Institutionen, Erarbeitung von Konzepten zur Gestaltung der Praxisphasen, usw.
Oktober 2007: Beginn der Lehramtsausbildung an Hamburger Hochschulen in Bachelor- und Master-Studiengängen.





