Das Kernpraktikum im Lehramt an Beruflichen Schulen (LAB)


 

Kernpraktikum - Lehramt an Beruflichen Schulen

Das Kernpraktikum (KP) nimmt als neues Praktikumsformat im Rahmen des Masterstudiums eine Schlüsselposition bezüglich der angestrebten Professionsorientierung ein. Der Arbeitsaufwand beträgt ein Viertel des Arbeitsaufwandes für den „Master of Education“. Das in Kooperation von Universität und Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) gemeinsam entwickelte und begleitete KP erstreckt sich über das 2. und 3. Semester des Masterstudiums. Zentraler Lernort im Rahmen des KP ist eine berufliche Schule in Hamburg mit Berufsfeld der jeweiligen beruflichen Fachrichtung.

Das KP gliedert sich in vier parallel verlaufende, miteinander verzahnte und sich über die gesamte Dauer des Praktikums erstreckende „Bänder“. Es ist in zwei Module geteilt:

  • Ein Modul umfasst das Schulband sowie ein begleitendes Reflexionsband.
    Das Schulband bildet das Zentrum des KP. Die Studierenden sind über ein Jahr hinweg in Tandems an einer beruflichen Schule und werden von schulischen Mentorinnen und Mentoren betreut. Die Betreuung umfasst Hospitationen im Unterricht und die Teilnahme am Alltag in der Schule – beginnend mit einem Tag pro Woche, gefolgt von einem vierwöchigen Block nach den Sommerferien, in der letzten Phase zwei Tage pro Woche. Durch das Unterrichten sowie die aktive Teilnahme an der Schulpraxis erfolgt eine erste reflektierte Routinebildung im Handlungsfeld Unterricht und im System Schule.
    Das Reflexionsband dient der reflexiven Begleitung und der Auswertung der Praktikumserfahrungen. In einer über beide Semester konstanten Austauschgruppe werden die Studierenden durch ein Kollegenteam aus der Universität und dem LI begleitet. Zentrales Arbeitsinstrument stellt hier ein Portfolio dar.
  • Ein zweites Modul umfasst das Projektband und das Seminarband.
    Das Projektband bildet den Schwerpunkt forschungsbezogener Aktivitäten im KP und ist damit auf forschendes Lernen fokussiert. Die Studierenden sollen sich mit gehaltvollen Problemen pädagogischer Praxis theoriegeleitet auseinandersetzen, Forschungsfragen auf der Grundlage vorwiegend empirischer (qualitativer wie quantitativer) Forschungsmethoden systematisch bearbeiten und die Ergebnisse in angemessener Form darstellen und vertreten.
    Die Angebote im Seminarband werden von den Studierenden vor dem Hintergrund der erlebten Schul- und Unterrichtspraxis nach Bedarf angewählt. Sie beziehen sich sowohl auf ausgewählte pädagogische Themen als auch auf die Didaktik des Unterrichts- und Berufsfaches.

Das KP schließt mit einer Modulprüfung ab, Grundlage ist ein ausbildungsbegleitendes Portfolio. Die Modulprüfung wird in Verantwortung der Universität durchgeführt. Im Folgenden finden Sie eine schematische Darstellung des KP im Hinblick auf Präsenzzeiten, Zuständigkeiten und Leitungspunkte:

KP LAB

Die Vermittlung der Praktikumsplätze wird durch das Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Fakultät EPB (Erziehungswissenschaft), LIA 3 und das Zentrum für Lehrerbildung in Abstimmung mit den Schulen vorgenommen.

Stand: November 2010