Praxisphasen: Lehramt an Beruflichen Schulen (LAB)

Ein Anliegen der Reform der Lehrerbildung in Hamburg ist die stärkere Ausrichtung auf die spätere Berufsrolle von Lehrerinnen und Lehrern. Aus diesem Grund sind die Praxiszeiten in der universitären Phase der Lehrerbildung erweitert worden. Im Laufe der universitären Ausbildung treten Sie innerhalb von drei Modulen mit der Praxis – der Schule – in Kontakt.

a) in der Praxisorientierten Einführung (PE) während des Bachelor-Studiums
b) im Orientierungspraktikum (OP) während des Bachelor-Studiums
c) im Kernpraktikum (KP) während des Master-Studiums.

Praxisphasen LAB 

a) Praxisorientierte Einführung (PE)

Die Studierenden absolvieren die PE im 1. Semester ihres BA-Studiums als Teil des Moduls „Orientierung im berufs- und wirtschaftspädagogischen Studium“. Ein wesentliches Ziel der PE ist es, dass die Studierenden die Anforderungen an Berufs- und Wirtschaftspädagoginnen und -pädagogen in verschiedenen Praxisfeldern kennenlernen. Zudem sollen die Heterogenität der Zielgruppen beruflicher Bildung und die damit verbundenen pädagogischen Anforderungen erkannt werden, um vor diesem Hintergrund eigene berufliche Interessen und Potenziale zu identifizieren und hieraus Konsequenzen für den eigenen Professionalisierungsprozess und die individuelle Studiengestaltung zu ziehen.

Damit die Studierenden eine Orientierung über verschiedene berufs- und wirtschaftspädagogische Arbeitsfelder und Bildungskonzepte erhalten, werden im Rahmen dieser Lehrveranstaltung Hospitationen in unterschiedlichen Institutionen beruflicher Bildung durchgeführt. Die Seminararbeit in der PE knüpft damit durch geeignete Praxiskontakte einerseits gezielt an Hospitationserfahrungen, aber auch an bereits vorhandene Schul- und Berufserfahrungen der Studienanfängerinnen und Studienanfänger an. Andererseits wird durch systematische Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Hospitationen ein Perspektivenwechsel von der voruniversitären Alltagserfahrung hin zu ersten Versuchen der theoriegeleiteten Analyse angestoßen.

b) Orientierungspraktikum (OP)

Das OP-Modul findet im 2. und 3. Semester des BA-Studiums statt. Das Praktikum wird durch ein Seminar zur beruflichen Sozialisation vorbereitet. Inhalt dieses Seminars ist zum einen die Sozialisation von Jugendlichen in der beruflichen Bildung, zum anderen wird die Sozialisation der Studierenden selbst durch ihre Berufsausbildung und die Wirkung selbst erlebter Lehrkräfte thematisiert. Das anschließend in der vorlesungsfreien Zeit (vor den Schul-Herbstferien) zu absolvierende vierwöchige Praktikum an einer beruflichen Schule soll eine reflexive Auseinandersetzung mit der Lehrerarbeit und der eigenen Berufswahl anbahnen. Vorrangiges Ziel des Praktikums ist, dass sich die Praktikantinnen und Praktikanten das spätere berufliche Arbeitsfeld in seiner Vielfalt erschließen und sich über die Institution Schule informieren. Im dritten Semester werden die erarbeiteten Erfahrungen in einem Seminar ausgewertet: Zum einen werden individuelle Beratungsgespräche auf der Grundlage eines Portfolios geführt, zum anderen wird eine Reflexion der eigenen Berufswahl vorgenommen.

Die Studierenden verbringen 3 bis 4 Tage bzw. 10 bis 12 Stunden pro Woche an einer Schule. Während des gesamten Zeitraums sind insgesamt 2 Stunden eigener Unterrichtsvorhaben in der jeweiligen beruflichen Fachrichtung vorgesehen. Die Suche des Praktikumsplatzes erfolgt selbständig durch die Studierenden. Als Praktikumsschule kommen alle beruflichen Schulen in und außerhalb Hamburgs in Frage.

c) Kernpraktikum (KP)

Informationen zum Kernpraktikum finden Sie hier.

Stand: November 2010